Schöne neue Digitalwelt?

Inszenierung, Kommunikation im Raum, Markeninszenierung, Tipps und Checklisten | 02. März 2018 | Der WILKENWERKer

Wie man den digitalen Wandel auf Events nicht nur thematisiert, sondern erlebbar macht.

Falls es jemand noch nicht gemerkt haben sollte: Wir stecken mitten in einer Zeitenwende! Die digitale Transformation ist eine wahnsinnige Herausforderung für unsere Gesellschaft und verändert die globale Wirtschaft massiv. Das merken auch wir in der Live-Kommunikation: Egal für welchen Kunden oder Anlass – momentan beherrscht das Thema Digitalisierung alle Events, Konzepte und Inszenierungen. Denn Unternehmen aller Branchen haben erkannt, dass der digitale Wandel aktiv kommuniziert und mitgestaltet werden muss. Doch wie kann man diesen abstrakten Prozess für unterschiedliche Zielgruppen nachvollziehbar machen? Wie lassen sich die daran anknüpfenden Themenfelder konkret inszenatorisch darstellen? Einige Ansätze haben wir Ihnen hier zusammengestellt.

  1. Special Guests
    Ein Roboter als Sinnbild für die Digitalisierung? Klingt erst mal wenig originell. Aber Pepper ist nicht irgendeine Maschine! Der humanoide Roboter ist auf die Kommunikation und Interaktion mit Menschen spezialisiert – und somit der perfekte Special Guest für Live-Erlebnisse. Pepper ist darauf programmiert, die menschliche Mimik und Gestik zu lesen und auf sie zu reagieren. 2014 wurde er in Japan aus der Taufe gehoben und ist seitdem unzähligen prominenten und nichtprominenten Menschen begegnet. So schüttelte Pepper schon der Bundeskanzlerin die Hand, hielt Vorlesungen oder war selbst Interviewpartner. Er und seine vielen Klone sind auch für Events buchbar und eignen sich sehr gut als Digitalisierungs-Botschafter: Die niedlichen Roboter machen den technologischen Fortschritt anschaulich und besetzen ihn positiv. Sie senken die Hemmschwelle für Interaktionen zwischen Mensch und Maschine und unterstreichen den Innovationswillen des Gastgebers.
  2. Speaker und Experten
    Zur Digitalisierung hat scheinbar jeder was zu sagen. Es gibt unzählige Keynote Speaker, die regelmäßig auf den großen nationalen und internationalen Zukunftskonferenzen sprechen, etwa der hub.berlin oder dem SXSW-Festival in Austin/Texas. Aber wie findet man einen Guest Speaker, der dieses komplexe Themengebiet auch tatsächlich kompetent und anschaulich vermittelt?
    Bevor Sie wild losrecherchieren und sich im TED-Talk-Binge-Watching verlieren, sollten Sie sich zunächst folgende Fragen beantworten: Wer ist meine Zielgruppe? Wo muss der Redner sie abholen? Was genau will ich meinen Teilnehmern mitgeben?
    Im zweiten Schritt kann man konkret über Personen und Inhalte nachdenken: Soll es eher der talkshowbekannte Philosoph à la Richard David Precht sein oder eine eloquente Expertin für Datensicherheit? Geht es mehr um Motivation oder harte Fakten und Information? All diese Fragen lassen sich am besten mit einem erfahrenen Partner klären. Wir als Agentur für Live-Kommunikation verfügen über den nötigen Durchblick im Redner-Dschungel und finden garantiert den richtigen Speaker für Ihren Anlass und Ihre Zielgruppe!
    Wichtig: Auch Redner aus den eigenen Reihen sollten sich die Fragen nach Zielgruppe und Kernbotschaften stellen. Hat man klare Vorstellungen und kann seinen Fachinhalt kompetent vermitteln, muss man kein genialer Performer oder glänzender Rhetoriker sein, um sein Publikum zu überzeugen. Steve Jobs hat es vorgemacht! Auch hier kann ein erfahrener Agenturpartner unterstützend tätig werden – mit Coachings, aber auch dem richtigen Medieneinsatz. Womit wir beim nächsten Thema wären…
  3. Mediale Inszenierung
    Über das Cyberzeitalter und die Digitalisierung zu sprechen ist das eine. Aber es bedarf auch einer angemessenen medialen und didaktischen Aufbereitung. Ganz klar: Man kann den digitalen Wandel noch so oft von der Kanzel, pardon, Bühne predigen – wenn Inszenierung und Präsentation so altbacken daherkommen wie eh und je, nimmt einem niemand ab, dass man auf der Höhe der Zeit ist.
    Doch worin besteht eine angemessene Redner-Inszenierung? Sicherlich nicht darin, dass man Apple mit seinen legendären Keynotes kopiert – auch wenn wir diese Wunschvorstellung häufig zu hören bekommen. Apple setzt auf die Wirkung großflächiger Bilder und hat den Mut, auf Bullet Points zu verzichten. Bestechend einfach und wirkungsvoll, wenn der Vortrag gut sitzt und man die perfekten Bilder dazu gefunden hat. Aber in der Sache nicht innovativ – denn theoretisch könnte man für die Bildeinblendungen auch ganz altmodisch Dias verwenden. Und spätestens wenn es an die Umsetzung geht, prallen Wunsch und Wirklichkeit aufeinander. Denn erfahrungsgemäß will doch keiner ganz ohne Bullet Points und Schrifttafeln auskommen müssen! Ein erfahrener Medienpartner findet hier Kompromisslösungen. Wir unterstützen gerne bei der Erstellung der Präsentationen – nicht nur in puncto Design, sondern auch bei der Didaktik. Auch die Auswahl der richtigen Software sollte gut durchdacht sein – ob Prezi oder PowerPoint, Watchout oder Ventuz. Und nicht zuletzt: Content is King – daher legen wir viel Wert auf intelligenten, passgenauen, gut produzierten Video-Content. Für Veranstaltungen mit dem Schwerpunkt Digitaler Wandel eignen sich etwa interaktive Erklärvideos oder VR-Videoproduktionen.
  4. Virtual Reality Games
    Die digitale Transformation bleibt oft abstrakt. Umso wichtiger ist es, Erlebnisse zu schaffen, die das Thema greifbar machen – im wahrsten Sinne des Wortes. Digitale Interaktionen und Virtual-Reality-Anwendungen vermitteln auf spielerische Art die spannenden Möglichkeiten der schönen neuen Welt. VR-Painting, 360°-Safaris oder Wii-Games lassen sich gut als Break-out-Stationen einbauen, lockern so das Tagungsprogramm auf und sorgen für Bewegung und Gesprächsanlässe. Wichtig ist auch hier, klug abzuwägen, was die Zielgruppe schon kennt und was sie begeistert. Während Digital Natives keine Hemmungen verspüren, eine VR-Brille aufzusetzen und in fremde Welten und Abenteuer einzutauchen, sind andere Eventteilnehmer tendenziell zurückhaltender. Unsere Erfahrung zeigt, dass in jedem Fall eine einladende Moderation sinnvoll ist. Bei etwas konservativeren Zielgruppen, die sich – gerade im beruflichen Umfeld – vielleicht eher ungern beim virtuellen Jedi-Lichtschwertkampf beobachten lassen möchten, sorgt eine gewisse räumliche Privatheit, z.B. durch das Einrichten einer separaten Gaming Zone, für erhöhte Akzeptanz.
  1. Das Internet der Dinge
    Schon wieder so ein Thema, von dem alle reden, aber nur wenige eine genaue Vorstellung haben. Und dabei sind smarte, untereinander vernetzte Geräte, die mit uns, unseren Smartphones und eigenständig untereinander kommunizieren, die Zukunft. Aber bei der breiten Bevölkerung sind sie noch nicht im Alltag angekommen. Wie schafft man also Begeisterung für intelligente Kühlschränke oder Heizungsanlagen? Am besten über einen Vermittler. Smarte 3D-Drucker reagieren auf digitale Interaktionen, wie z.B. Hashtag-Posts. Mit einer solchen direkten Interaktion oder über eine indirekte Interaktion, bei der der Drucker mit einem weiteren Gerät kommuniziert, lässt sich der Printmechanismus starten. Auf Events sorgt die innovative 3D-Technologie immer noch für Faszination. Gleichzeitig können so individuelle, passgenau auf die Veranstaltung zugeschnittene Give-aways erzeugt werden – umso begehrter, wenn die Teilnehmer sie nicht nur produzieren lassen, sondern auch mitgestalten können.
  1. Rauminszenierung und -dramaturgie
    Alles schön digital, alles schön zukunftsorientiert – aber dann sitzt man doch wieder in klassischer Reihenbestuhlung frontal vor der Bühne? Passt irgendwie nicht. Im Zeitalter der digitalen Transformation müssen sich auch Rauminszenierungen und Set-up-Gewohnheiten ändern. Das heißt nicht, dass alle Veranstaltungen ab jetzt nur noch per Skype-Konferenz oder als VR-Meeting stattfinden sollen. Im Gegenteil. Wir meinen: Es geht nach wie vor nichts über die Live-Begegnung zwischen Menschen und Menschen bzw. Menschen und Marken. Damit die gerade in einer Zeit, in der sich Kontakte zunehmend auf die digitale Ebene verlagern, einen besonderen Stellenwert er- und behält, ist es wichtig, Veranstaltungen möglichst interaktiv zu gestalten. Eine dezentrale, dynamische und interaktive Dramaturgie ermöglicht reale Vernetzung und Kommunikation auf Augenhöhe. So wird der Saal zum echten Kommunikationsraum. Denn auch in einer durchdigitalisierten Welt ist es das, was Menschen wollen und brauchen: echte Begegnungen!

Nicht nur Zeiten-, sondern auch Trendwende: Wir bei WILKENWERK sind der festen Überzeugung, dass die Branche mit der Vielzahl an Digitalisierungstrends, die auch die Live-Kommunikation betreffen, durch die vielfältigen neuen Möglichkeiten enorm gewinnt. Bei strategisch richtigem Einsatz der Mittel, versteht sich! Wenn Sie jetzt mit einem echten Menschen statt einem humanoiden Roboter über ihre Ideen, Wünsche und Fragen sprechen möchten, dann sind wir gerne für Sie da.