Messetrends als Herausforderungen und Chancen

Inspiration, Kommunikation im Raum, Storytelling, Veranstaltungskonzeption | 28. März 2019 | wilkenwerk

Zusammenbringen, was zusammen gehört

Wir beschäftigen uns laufend und vor allem auch kritisch mit Messetrends und verknüpfen dabei unsere erlebnisorientierte Erfahrung aus dem Eventbereich mit der Gestaltungskompetenz für Kommunikation im Raum. Schon in der Vergangenheit haben wir hybride Formate entwickelt, wie „A Perfect Day“ für Philips, eine erfolgreiche und mehrfach ausgezeichnete Roadshow, die zugleich inszenierte Produktausstellung und Händlerevent war.

Selbst wenn die „Eventisierung“ von Messe nicht im Briefing drinsteht, schaffen wir kleine oder große Bühnen auf dem Messestand. Natürlich soll der gesamte Auftritt seine Kommunikationsfunktion erfüllen, aber für uns ist der „Stand“ immer auch Erlebnisort. Und hier gehört eine hohe Begegnungsqualität zum A und O. Die kann, interaktiv oder medial, analog oder digital oder auch „mixed“ sein!

Wenn aus Messestandmodulen ein ganzer „Kiez“ wird
Für einen Auftritt einer Metropole auf der Grünen Woche haben wir einen „Kiez“ mit hoher Aufenthaltsqualität und nachhaltigen Materialien entwickelt, der den Gemeinschaftsstand für Aussteller und Besucher zum gemeinsamen Erlebnis werden lässt, samt zentraler analoger Bühne für vielfältigen Content und dichtes Programm. Das Design knüpft an eine ernährungspolitische Kampagne zum Thema Gesundheit und Wertschätzung von Lebensmitteln an. Die charakteristische Architektur des Messestands, macht den Gastgeber auf überraschende Weise  unverwechselbar und stellt  kulturelle Eigenschaften heraus. Tafeloptiken, Kreidetypo und Brandstempel spielen auf einen Wochenmarkt an. Die Inspiration war schon „Out of the Box“, mit der repräsentierten Metropole als Vexierspiel von Innen und Außen. Die Einbindung sehr unterschiedlicher Aussteller mit unterschiedlichsten Ausstellungsflächen und Themen erfolgt durch ein einheitliches Erscheinungsbild. Ein eigenes Farbleitsystem war von Impressionen der Großstadt inspiriert: vom Ampel-Männchen-Rot über das S-Bahn-Gelb, bis zum Parkanlagen-Grün. Und zum zeitgemäßen Storytelling gehört natürlich eine interaktive App, die schon vor der Messe eine Rolle spielt.

Ehrliche Emotion durch große Gesten

Das Thema „Willkommen und Vielfalt“ haben wir für ein Bundesland für eine Immobilienmesse entworfen.  Eine große mediale Geste lädt mittels medialer „Umarmung“ die Besucherinnen und Besucher auf den Stand. Eine Instagram-Fotoaktion im Vorfeld liefert den Content.  In der Mitte schwebt eine kinetische Skulptur, die für die Dynamik und Schönheit der Vielfalt steht. Und neben den einzelnen Ausstellern an dem Gemeinschaftsstand gibt es interaktive Stelen mit Infos von NGOs.  Uns ging es bei dem Konzept um ein authentisches Statement, nicht um Image.

Nutzen wir die Chancen, die der Wandel bringt

Wir denken gerne über das Erlebnis in den Dimensionen Zeit und Raum für temporäre Architektur wie Messestände, Pop-up-Stores oder Roadshows nach. Der Weltmesseverband UFI befragte global 13.000 Aussteller. Das Fazit:   „Wir tun jedoch gut daran, genau auf unsere Kunden und ihre Forderung nach sehr persönlichen und individuellen Erfahrungen bei der Teilnahme an einer Messe zu hören. Da die Überschneidung zwischen Messen und Kongressen/Konferenzen weiter zunimmt, gibt es Möglichkeiten, dies auch aktiv umzusetzen – und all jene, die diese sich wandelnden Anforderungen nicht beachten, gehen ein Risiko ein.“